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Hochzeit auf Pump

Dieser Tage hat eine Doku in der ARD darüber berichtet, dass heute in Deutschland für eine Hochzeit mit 70 Gästen im Durchschnitt 15.000 Euro ausgegeben werden. Zum Teil wird so eine Summe oder sogar mehr von jungen Brautpaaren noch finanziert. Das muss man sich mal vorstellen. Der schönste Tag im Leben, den darf man sich was kosten lassen, so wird argumentiert. Ich komm da wohl nicht mehr so ganz mit - Finanzierung einer Hochzeit auf Kredit??? Mit einer vernünftigen Finanzplanung hat das wohl nichts zu tun.

 

Ich will an der Stelle niemandem vorschreiben, wie er seine Hochzeit gestalten soll, ob aber das Gelingen einer Ehe davon abhängt, wieviel Geld man für die Eheschließung ausgibt und ob man dabei jeden Trend mitmachen und sich von den sozialen Medien unter Druck setzen lassen muss bezweifle ich. Letztlich ist es auch in anderen Bereichen des Lebens immer eine Frage des Haushaltsbudgets, was man sich leisten will und leisten kann. Kauf ich mir ein neues schickes Auto für 30.000 Euro oder tut’s  ein Gebrauchter für 10.000 Euro auch. Soll der Urlaub 5.000 Euro kosten oder reichen auch 1.500 Euro.


Manche blicken neidvoll auf reiche Menschen, was die sich alles leisten können. Was vergessen wird: Jeder, der seinen Reichtum im Leben erworben hat, hat erstmal gespart und sein Geld zusammengehalten (sonst wär er ja gar nicht vermögend geworden). Besser und sinnvoll ist es also, sich erst die Annehmlichkeiten und ggf. einen gewissen Luxus zu gönnen, wenn man sich dies auch leisten kann. Am besten finanziert aus den Erträgen des Vermögens, nicht aus der Substanz. Konsum auf Pump ist auf jeden Fall ein no go. Eine Heiratsfinanzierung mit einem Bankkredit ist daher ein denkbar schlechter Start in eine gemeinsame Zukunft.

 

(s. auch Werden Sie Frugalist und die Geldtyp-Frage)